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Die Freude am Vollbad

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Es lässt sich nicht bestreiten, dass ein entspanntes, sorgfältig vorbereitetes Vollbad äußerst erholsam wirkt. Mit ein paar wenigen kosmetischen Zutaten in der Wanne kann man sich zu Hause eine Oase der Entspannung zaubern, und keines dieser Mittel muss teuer sein oder Reizstoffe enthalten. Tatsächlich wirken gerade die preiswerteren wunderbar (wie zum Beispiel reines Mandel- oder Olivenöl, Epsomit oder Feuchtigkeitsspender ohne Duftstoffe). Duftstoffe können die Haut ernsthaft reizen. Wenn Sie duftstoffhaltige Öle oder Salze in der Badewanne verwenden, kann das Parfüm insbesondere den Vaginalbereich, aber auch andere Körperstellen sensibilisieren.

Das Hauptziel eines entspannenden Bades ist es, dass man sich nachher gepflegt und erholt fühlt. Selbst der Gedanke daran ist schon angenehm. Ich möchte jetzt keine Träume zerstören, aber da ich es mir zur Aufgabe gemacht habe, Sie über den aktuellen Stand der Forschung zu informieren, muss ich Ihnen sagen, dass bei allem Wohlgefühl die einzigen positiven Auswirkungen eines Vollbads psychischer Natur sind. Den Körper regelmäßig über einen längeren Zeitraum einzuweichen, insbesondere in warmem Wasser – und dazu gehören auch Jacuzzis und andere Whirlpools – ist langfristig nicht das Beste für die Haut. Eine Übersättigung der Haut mit Wasser kann deren immunisierende und heilende Reaktion schwächen und sie sogar noch mehr austrocknen (Quelle: Contact Dermatitis , Dezember 1999, Seite 311–314). Wenn Sie regelmäßig baden, dann bleiben Sie nicht länger als fünf bis zehn Minuten im Wasser. Hin und wieder ist auch ein längeres Bad in Ordnung, aber es sollte die Ausnahme sein, nicht die Regel. Ob es fünf oder zehn Minuten dauert oder gelegentlich einmal zwanzig bis dreißig Minuten: die Ruhe und Entspanntheit eines Bads gibt Ihnen die Zeit zu spüren, wie sich die Textur Ihrer Haut verändert, und sie beruhigt auch Ihre gestressten, verantwortungsmüden Nerven.

Nachfolgenden finden Sie einige Vorschläge für ein entspannendes Bad, das Ihrer Haut nicht schadet.

•  Beginnen Sie das Bad mit Wasser, das nur geringfügig wärmer ist als normal. Zu heißes Wasser kann der Haut schaden und langfristig zu Problemen führen.
•  Fügen Sie einen Teelöffel Schaumbad oder Badesalz hinzu. Wie bereits erwähnt sollten diese Mittel vorzugsweise frei von Duftstoffen sein, um Hautreizungen und Ausschlag zu vermeiden. Epsomit ist ein großartiger und zudem unglaublich preiswerter Badezusatz.
•  Statt Duftstoffe ins Bad zu schütten, die die Haut reizen könnten, zünden Sie eine oder zwei Duftkerzen an und stellen Sie sie so auf, dass das Flackern der  Flamme vom Wasser oder von einem Spiegel reflektiert wird. Kleine Öllämpchen können auch helfen, wohligen Duft im Bad zu verbreiten.
•  Drehen Sie die künstliche Beleuchtung herunter oder schalten Sie sie ganz aus und baden Sie bei Kerzenlicht.
•  Legen Sie ein zusammengerolltes Handtuch oder Badekissen in Ihren Nacken, und strecken Sie sich aus.
•  Während Sie einweichen, nehmen Sie sich die Zeit, Ihren Körper sanft – und ich meine wirklich sanft – mit einem Waschlappen abzureiben. (Seien Sie mit Luffaschwämmen vorsichtig – für die meisten Hauttypen können sie zu hart sein, und wenn man sie nicht regelmäßig reinigt, können sie Staphylokokkeninfektionen verursachen.)
•  Verwenden Sie einen Körperreiniger oder ein Körperwaschmittel alleine oder mit einem sanften Waschlappen. Seife kann die Haut zu sehr austrocknen.
•  Wenn Sie mit dem Bad fertig sind, steigen Sie genauso langsam aus wie Sie eingestiegen sind.
•  Wenn Sie im Bad kein Körperpeelingmittel eingesetzt haben, können Sie Arme und Beine nun mit einem Handtuch gut, aber sanft abreiben. Gehen Sie aber nicht zu kräftig ans Werk, denn hartes Reiben kann die Haut reizen.
•  Wenn Sie sich nicht rasiert haben, können Sie einen AHA- oder BHA-Feuchtigkeitsspender auf Arme und Beine auftragen, insbesondere im Bereich von Knien, Ellbogen und Fersen.
•  Tragen Sie als nächstes einen Feuchtigkeitsspender auf (aber nicht in Bereichen des Körpers, die zu Ausschlag neigen).
•  Wenn Sie am Morgen baden, ist es ganz wichtig, dass Sie ein wirksames Sonnenschutzmittel in den Bereichen des Körpers auftragen, die dem Tageslicht ausgesetzt sein werden.

Paula Begoun