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Vitamin D und Sonneneinwirkung

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Das Sonnenschein-Vitamin


vitamine dVitamin D ist der eine wichtige Nährstoff, der mit regelmäßiger Sonneneinwirkung in Verbindung gebracht wird. Doch bevor Sie jetzt an Sonnenschutz sparen und vor die Tür rennen, um in der Sonne zu baden (wie man es Ihnen möglicherweise in dem einen oder anderen Artikel geraten hat), sollten Sie unbedingt die Vor- und Nachteile des Sonnenbads im Vergleich zu Nahrungsergänzungsmitteln mit Vitamin D kennen.

Tatsachen zu Vitamin D

  • Vitamin D ist ein wichtiger Nährstoff für Ihren Körper.
  • Vitamin D wird im Körper nur durch Sonneneinwirkung erzeugt. Ohne Sonne besteht ein hohes Risiko, an Vitamin-D-Mangel zu erkranken, sofern Sie keine Vitamin-D-haltigen Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen.
  • Unzureichende Vitamin-D-Vorräte im Körper stellen ein ernsthaftes gesundheitliches Problem dar, und in Ländern mit geringem Sonnenschein im Winter leidet eine erschreckende Anzahl von Menschen an Vitamin-D-Mangel.
  • Normale Mengen an Vitamin D schützen unseren Körper auf vielfältige Art und Weise, indem sie beispielsweise zur Gesundheit unserer Knochen beitragen, Störungen des Immunsystems beseitigen und sogar das Auftreten bestimmter Arten von Krebserkrankungen verringern. Die anhaltende Erforschung bringt immer noch neue Erkenntnisse, wie Vitamin D unsere Gesundheit insgesamt schützt.
  • Es gibt zwei Arten von Vitamin D: Ergocalciferol (allgemein bekannt als Vitamin D2) und Cholecalciferol (Vitamin D3, auch Calciol genannt). Letzteres wird häufig auch als „natürliches Vitamin D“ bezeichnet, weil es vom Körper selbst hergestellt wird, wenn man ihn dem Sonnenlicht aussetzt. Es bestehen jedoch erhebliche Risiken, wenn man sich wiederholt ungeschützt in die Sonne legt!
  • Die UV‑B-Strahlen der Sonne (die auch den Sonnenbrand verursachen) regen die Vitamin-D-Produktion an.

Vitamin D und sonnenbedingte Schäden: ein Dilemma

Das Problem: Wenn die beste Art der Vitamin-D-Gewinnung die Sonnenstrahlung ist, wie soll man dann mit den Schäden umgehen, die sie verursacht? Wenn man die Haut ungeschützt der Sonne aussetzt, kann sie vorzeitig altern und es besteht ein erhöhtes Risiko für Hautkrebs, Makuladegeneration (Schädigungen der Netzhaut des Auges) und DNS-Fehlbildungen. Außerdem wird die Selbstheilungsfähigkeit des Körpers vermindert. Es ist kaum sinnvoll, ein gesundheitliches Problem zu lösen und damit ein anderes zu verursachen.

Durch dieses Dilemma ist es schwierig, das richtige Maß an Sonneneinwirkung zu finden, ohne sich in Gefahr zu bringen.

Die Frage ist: Kann unser Körper auch dann Vitamin D herstellen, wenn wir regelmäßig Sonnenschutzmittel verwenden und Schatten suchen? Viele Forscher sind zu dem Ergebnis gekommen, dass Sonnenschutz und Schatten die Vitamin-D-Produktion des Körpers vermutlich nicht beeinträchtigen. Trotz gegenteiliger Nachrichtenmeldungen haben mehrere großangelegte kontrollierte Studien gezeigt, das Vitamin-D-Mangel nicht auf dauerhaften, regelmäßigen Gebrauch von Sonnenschutzmitteln zurückzuführen ist. Es gibt allerdings auch Untersuchungen, die zu gegensätzlichen Ergebnissen gelangt sind.

Es ist auch wichtig zu verstehen, dass sich das Problem des Vitamin-D-Mangels nicht allein auf den Gebrauch von Sonnenschutzmitteln und das Aufsuchen schattiger Plätze zurückführen lässt. Wenn man nämlich in Betracht zieht, dass die meisten Menschen nicht regelmäßig Sonnenschutzmittel verwenden und wenn, dann nicht genug davon oder nicht häufig genug, um tatsächlich den ausgewiesenen und angestrebten Lichtschutz zu erreichen, dann dringt eigentlich bei den meisten Personen ausreichend Sonnenstrahlung bis auf die Haut, um die Vitamin-D-Produktion sicherzustellen.

Möglicherweise haben Sie gelesen, dass es für die Vitamin-D-Produktion ausreicht, wenn Sie Ihren Körper täglich 15 bis 30 Minuten lang ungeschützt der Sonne aussetzen. Dafür gibt es aber nur begrenzte Belege, zumal die Sonnenstrahlung in den diversen Regionen der Welt zu verschiedenen Jahreszeiten sehr unterschiedlich ist.

Dreißig Minuten Sonne um die Mittagszeit während der Wintermonate in Berlin, London, Paris, Moskau, Seattle oder Toronto werden Ihnen beispielsweise wohl wenig helfen. Nur die Minuten zu zählen, ist also kein guter Rat.

Ein anderes Problem ist, dass man überhaupt nicht weiß, wieviel Vitamin D der Körper eigentlich braucht. Wenn Sie krank sind oder schon etwas älter oder sehr sportlich oder in einer nicht besonders sonnigen Gegend leben, dann reicht eine halbe Stunde Sonne wahrscheinlich nicht aus, um eine ausreichende Menge an Vitamin D herzustellen.

Was sollten Sie also tun?

  • Viele Ärzte raten dazu, den Vitamin-D-Spiegel bei der nächsten Blutuntersuchung erst einmal prüfen zu lassen. Es könnte sich herausstellen, dass gar kein Mangel besteht oder dass Sie andererseits viel mehr benötigen, als Ihnen die Sonne geben kann.
  • Bei einem neidrigen Vitamin-D-Spiegel sollten Sie sorgfältig auf die Einnahme entsprechender Nahrungsergänzungsmittel achten.
  • Fragen Sie Ihren Arzt, wie viele Internationale Einheiten (IE) Vitamin D Sie einnehmen sollten (1 IE Vitamin D3 ≙ 0,025 µg).
  • Die Dosierung hängt von vielen Faktoren ab, wie zum Beispiel dem Vitamin-D-Spiegel in Ihrem Blut, Ihrem Wohnort und Ihrem Gesundheitszustand.

 

Ganz wichtig ist, dass Sie auf keinen Fall auf den Sonnenschutz verzichten und sich weiterhin klug verhalten, wenn Sie in die Sonne gehen, d.h. nach Möglichkeit den Schatten suchen sowie Sonnenbrille und Kopfbedeckung tragen. Sie können tatsächlich beides bekommen: ausreichende Mengen an Vitamin D, ohne dass Ihre Haut die schlimmen Alterungsfolgen ungehemmt einwirkender Sonneneinstrahlung erleiden muss.

Solarien

Aus Furcht vor Vitamin-D-Mangel flüchten erschreckend viele Menschen in Solarien, von denen viele damit werben, dass man durch ihre Nutzung zusätzlich den Vitamin-D-Spiegel des Körpers erhöhen könne. Abgesehen von den furchtbaren Risiken, die die Nutzung von Solarien mit sich bringt, können sie die Vitamin-D-Produktion des Körpers überhaupt nicht anregen. Überrascht? Es ist erwiesen, das die Vitamin-D-Herstellung im Körper durch UV‑B-Strahlen angeregt wird, doch Solarien verwenden fast ausschließlich UV‑A-Strahlung! Es ist einfach nur ein weiterer Werbetrick der Branche, um neue Kunden zu gewinnen, auch wenn der angebliche Nutzen praktisch gar nicht existiert.

Schuppenflechte und Sonnenlicht

Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine ganz bestimmte Hautkrankheit, die man durch Sonneneinwirkung zwar in den Griff bekommen, aber nicht verhindern kann. Zudem sind weitaus mehr als 30 Minuten Sonneneinwirkung erforderlich, um die durch Schuppenflechte verursachten Hautverletzungen zu verringern. Studien haben gezeigt, dass dazu stundenlange Sonneneinwirkung in tropischem oder mediterranem Klima notwendig sind. Hier können Sie mehr erfahren über Schuppenflechte und ihre Behandlungsmöglichkeiten.

Quellen für die obigen Informationen: The British Journal of Dermatology, August 2010, E-Publikation, und Oktober 2005, Seite 706–714; Osteoporosis International, August 2010, E-Publikation; Mayo Clinic Proceedings, August 2010, Seite 752–757; Current Rheumatology Reports, Oktober 2005, Seite 356–364; The Journal of Steroid Biochemistry and Molecular Biology, E-Publikation, 19. Juli 2005; Photochemistry and Photobiology, E-Publikation, 1. Februar 2005; Experimental Dermatology, Dezember 2004, Seite 11; The Journal of the American Osteopathic Association, August 2003, Seite 3–4; American Journal of Clinical Dermatology, März 2002, Seite 185–191; Dermatology, Januar 2001, Seite 27–30; British Medical Journal, Oktober 1999, Seite 1066; www.naturaldatabase.com.

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