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Hautpflege Strategien > Periorale Dermatitis (Mundrose) Rote Pickel rund um den Mund

Periorale Dermatitis (Mundrose) Rote Pickel rund um den Mund

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Problem: Es scheint, dass ich diese roten, geschwollenen, manchmal verkrusteten Pickel um meine Lippen herum und an meinen Nasenflügeln einfach nicht loswerden kann. Nichts scheint zu helfen, auch keine rezeptfreien Präparate gegen Akne oder Kortisoncremes. Was kann ich tun?

Lösung: Was Sie beschreiben, hört sich nach einem klassischen Fall von perioraler Dermatitis, auch „Mundrose“ genannt, an. Der Amerikanischen Akademie für Dermatologie (www.aad.org ) zufolge ist "Periorale Dermatitis [POD] ein verbreitetes Hautproblem, das hauptsächlich junge Frauen [im Alter zwischen 20 und 45 Jahren] betrifft. Gelegentlich sind auch Männer oder Kinder davon betroffen. Perioral bezieht sich auf den Bereich um den Mund, und Dermatitis auf die Rötung der Haut. Zusätzlich zur Rötung zeigen sich normalerweise kleine rote Pickel oder sogar Eiterpickel und ein leichtes Abschälen der Haut. Die Erkrankung kann stark einer Akne ähneln. Die am ehesten betroffenen Stellen sind der Bereich von der Nase bis seitlich neben den Lippen sowie das Kinn. … Mitunter kommt es zu einem leichten Jucken und/oder Brennen.“

POD ist tatsächlich ziemlich verbreitet, und die Häufigkeit nimmt, nach Aussage vieler Dermatologen, zu (Quelle: Australasian Journal of Dermatology , Februar 2000, Seite 34–38). Obwohl man noch wenig über die Ursachen dieser Erkrankung weiß, gibt es Theorien, dass die übermäßige Anwendung von Kortisoncremes, fluoridierter Zahnpasta oder schwerer oder porenverschließender Hautpflegesalben und cremes (insbesondere solcher auf der Basis von Petrolatum [Vaseline] oder dickem Wachs) sowie Grundierungen dafür verantwortlich sein könnte. Sonnenlicht, Hitze und Wind können den Zustand ebenfalls verschlimmern (Quelle: eMedicine Journal , 1. August 2001, Jg. 2, Nr. 8).

Sie können ausprobieren, ob es hilft, wenn Sie eines der oben erwähnten problematischen Produkte absetzen. Sie sollten auch die Verwendung topischer Kortisoncremes einstellen, sich aber bewusst sein, dass sich der Zustand der Haut dadurch zunächst verschlechtern kann. Die Maßnahme erscheint also vordergründig unsinnig, aber warten Sie ein paar Wochen ab, um zu sehen, ob sich der Zustand langfristig bessert.

Es wäre auch hilfreich festzustellen, ob fluoridhaltige Zahnpasta die Ursache des Problems ist. Sie können versuchen, sich die Zähne mit einer fluoridfreien Zahnpasta – wie der Natural Fluoride-Free Toothpaste von Tom’s of Maine ($2,99 for 113 g) – zu putzen und zu sehen, ob sich danach ein Unterschied zeigt. Wenn es an der fluoridhaltigen Zahnpasta lag und die fluoridfreie hilft, fragen Sie Ihren Zahnarzt, wie sich der Wechsel auf Ihre Zahngesundheit auswirken könnte.

Wenn Sie nach all diesen Experimenten zu dem Verdacht gelangen sollten, dass POD tatsächlich die Ursache für die Pickel um Ihren Mund und Ihre Nase ist, dann empfiehlt es sich, einen Hautarzt aufzusuchen, denn es gibt keine Kosmetika oder rezeptfreien Arzneimittel, mit denen man diese Krankheit behandeln kann. Ein Dermatologe kann topisches Metronidazol (MetroGel, MetroLotion oder MetroCream) verschreiben, und zwar allein oder in Kombination mit oral zu verabreichendem Tetracyclin oder Erythromycin. Wenngleich topische Kortisoncremes die Ursache für POD sein können, kann es sein, dass Ihnen der Arzt eine Kortisoncreme geringer Stärke verschreibt, um die Entzündung zu verringern und es Ihnen leichter zu machen, von der stärkeren topischen Kortisoncreme loszukommen, die Sie möglicherweise zuvor benutzt haben (Quelle: Seminars in Cutaneous Medical Surgery , September 1999, Seite 206–209). Weitere Informationen zu POD (in englischer Sprache) finden Sie unter http://www.aad.org/pamphlets/Perioral.html (bitte auf Groß- und Kleinschreibung achten!).

Paula Begoun